Warning: Use of undefined constant templateField - assumed 'templateField' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /usr/www/users/orfinl/simpleMask/confVars.inc.php on line 246

Warning: Use of undefined constant templateBlockBegin - assumed 'templateBlockBegin' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /usr/www/users/orfinl/simpleMask/confVars.inc.php on line 247

Warning: Use of undefined constant templateBlockEnd - assumed 'templateBlockEnd' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /usr/www/users/orfinl/simpleMask/confVars.inc.php on line 248

Warning: Use of undefined constant templateBlockParter1 - assumed 'templateBlockParter1' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /usr/www/users/orfinl/simpleMask/confVars.inc.php on line 249

Warning: Use of undefined constant templateBlockParter2 - assumed 'templateBlockParter2' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /usr/www/users/orfinl/simpleMask/confVars.inc.php on line 250

Warning: Use of undefined constant templateEncompassing - assumed 'templateEncompassing' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /usr/www/users/orfinl/simpleMask/confVars.inc.php on line 251

Warning: Use of undefined constant templateFieldsToKeep - assumed 'templateFieldsToKeep' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /usr/www/users/orfinl/simpleMask/confVars.inc.php on line 252
Xpoch 1860

Die Jungen aus der Feldstrasse, Teil 44


"Könnten sie das wieder ungeschehen machen, ich meine, wenn ihr eure Magie wiederhättet und wir tatsächlich draußen sind?"
"Ich kann es nicht mit Gewissheit bejahen oder verneinen. Es hängt überwiegend davon ab, was tatsächlich mit uns geschehen ist."
"Glaubst du jetzt auch, dass wir draußen sind, Tis?"
"Wir haben doch Spuren gefunden."
"Die wir nicht wiederfinden können."
"Und das Gefecht mit den Oravahlern?"
"Das war ein Bolzengefecht, wir haben aber Schnittwunden. Trotzdem glaube ich, hoffe ich, dass wir draußen sind", schaltete sich Gunnar wieder ein.
"Könnt ihr was tun?" frage Tiscio erneut.
"Ich wiederhole mich ungerne, aber ich kann es tatsächlich nicht mit Sicherheit sagen. Persönlich würde ich es bevorzugen, einen Medizinmager zu konsultieren."
"Und wie lange würde das dauern?"
"Gesetzt den Fall, dass ich den Auftrag sofort erteile und gesetzt den Fall, dass ich es tatsächlich tue, im Gegensatz zu, dass ich es mir nur einbilde, es getan zu haben, könnte ein PTM in zwei Tagen hier sein."
Und jeder wusste, dass dies bedeutete, dass die Oravahler zwei weitere Tage an Vorsprung gewannen - wenn sie denn tatsächlich vor ihnen aus der Feste gelangt waren.
Es blieb nur noch eine Frage, und Malandro stellte sie: "Was ist ein PTM?"

Der Professionelle Therapie Magier traf am Nachmittag des nächsten Tages ein. Nachdem sich alle gegenseitig vorgestellt worden waren, konnte sich Tiscio nicht der Frage enthalten: "Sind sie ein Zauberer?"
Der PTM sah ihn an mit in Falten gelegter Stirn an, erkannte einen Xpochler und lächelte: "So nennen wir nur irgendwelche Amateure, die in einer Hexenküche herumexperimentieren. PTMs sind staatlich geprüfte Anwender mit einer langjährigen Ausbildung, die garantieren soll, dass wir keinen Schaden mit unserer Magie anrichten." Seine Worte zeigten, wie Stolz er auf seinen Stand war. Die Jungs wussten nichts über diese Ausbildung, aber wenn Kol Therond den Fähigkeiten dieses Mannes vertraute, dann war sie vermutlich gut. Außerdem brachte der PTM eine willkommene Zäsur in den Alltag von Diskussionen über ihre seltsamen Gedächtnislücken. Inzwischen war noch eine Theorie über Parallelwelten hinzugekommen und ob nicht noch andere hätten betroffen sein sollen. Letzteres führte zu den Männern vom SLD, von denen sie nichts mehr gehört hatten, seitdem sich ihre Wege an der Mauer getrennt hatten, die sie aber zu gerne befragt hätten.

Als wenig später die Untersuchung beginnen sollte, meldete sich Tiscio freiwillig. Während die anderen an die Wände lehnten (oder im Fall des Botschafters steif in einer Ecke stand), nahm Tis die Mitte des zum Untersuchungsraum umfunktionierten Speisesaals ein. Der PTM positionierte sich einen Schritt von ihm entfernt und begann mit seinem Zauber.
Sobald er die erste Handbewegung sah, wusste Tiscio, dass dies kein Heilzauber werden würde. Tis hatte nur wenige Magier bei ihrer Kunst beobachtet, aber er erkannte einen Schadenszauber, wenn er einen sah.
"Er will mir was antun." Sein Ruf brachte Bewegung in die Umstehenden. Malandro war der erste, der reagierte und dem PTM gegen den Kopf schlug. So verwirrt er von dem Schlag auch sein mochte, reagierte er doch sofort.
"Wachen? Wachen!" brüllte der Magier mit schmerzverzerrter Stimme. "Wachen! Hilfe!" Und mit dem zweiten Ruf sprang die Tür auf und zwei Wächter mit geladenen Armbrüsten betraten den Raum. Sie hoben ihre Waffen und schwangen sie ohne festes Ziel herum.
"Der PTM hat diesen jungen Mann bedroht. Ich verlange, dass sie ihn gefangen nehmen."
"Herr Sabrecht hat mich geschlagen. Ich wollte nur einen EZ ausführen."
"Er wollte mich angreifen. Mit einem Zauber."
"Ich bin ein PTA! ich will nur helfen. Dazu muss ich einen Zauber wirken. Aber ich würde niemals … ich kann nicht einmal …"

Letztendlich entschied der Wachhabende, dass der PTA in eine Zelle verfrachtet werden sollte. Welche Wahl hatte er? Kol Therond war weit und breit der ranghöchste Offizier und wenn er verlangte, dass ein Magier eingesperrt wurde, dann befolgte ein Soldat diesen Befehl, wenn er nicht bis an sein Lebensende Latrinendienst schieben wollte. Allerdings schrieb er einen Report und behielt auch die Ankläger im Auge. Nur eine Stunde später erhielt er eine Antwort und Sprach daraufhin mit dem PTA.

"Aber ich habe klare Anweisungen erhalten, Herr Kommandant."
"Das ist unerhört. Ich werde mich an den Baumeister wenden."
"Herr Kommandant, es tut mir wirklich leid", stammelte der arme Mann, "Sie können sich natürlich an den Baumeister wenden, aber ich, äh, diese Depesche stammt vom Baumeister, oder, äh, aus seinem Büro."
"Das geht gegen jede Vernunft. Wir haben einen Verräter in unserer Mitte und wir sollen uns seiner Magie unterwerfen?"
"Nur, Herr Kommandant, wenn jemand sich freiwillig meldet. Die Anweisung ist das sehr deutlich."
Kol Therond schritt wütend auf und ab, während sich die Xpochler unruhig in der Nähe der Wände aufhielten.
"Niemand wird sich für so etwas freiwillig melden."
"Ich mach's", hörte sich Tiscio sagen, und er verschluckte sich fast an der Furcht, die er bei der Vorstellung empfand, sich dem PTA auszuliefern.
"Warum?"
"Ich weiß nich'. Ich mein' nur, wir haben keine Ahnung, was los ist und die Leute hier vertrauen dem Magier. Vielleicht bin ich verrückt, aber ... Was, wenn der nicht ... na, wenn er nicht ... was auch immer er tun wollte."
"Du BIST verrückt, Tis. Ich würd's nicht machen."
"Wenn nich' getze, dann bin ich's bald. Das macht mich kirre."
"Da mein junger Kollege nicht von dieser Wahnsinnigen Tat abzubringen zu sein scheint und auch die Baumeister kaum von diesem Unsinn abzubringen sein werden, verlange ich, dass anti-magisch gerüstete Wachen die Prozedur überwachen."
Der Wachhabende überlegte für einen Augenblick und zog schließlich nur die Schultern hoch.

Wenig später stand Tiscio vor der Gefängnistür, hinter der sich der PTA auf den Zauber vorbereitete.
"Ich werde zuerst ein paar Standard-EZs ausführen." Er blickte zu Tiscio hinaus, der seinen Blick fragend erwiderte. "Erkenntnis Zauber. Entschuldigung, ich vergaß, dass sie aus Xpoch stammen. Wir neigen dazu, unsere Zauber abzukürzen. Es spart viel Zeit."
Tiscio hörte ein paar Worte, die er als Zauber zu erkennen glaubte und wäre fast nach vorne gesprungen, um den Mann durch die Gitterstäbe zu ergreifen und ihn mit aller Gewalt gegen die Tür zu ziehen. Aber er hielt sich zurück. Er krallte seine Fingernägel in die Handballen bis sie zu bluten begannen. Sogar seine Kiefer schmerzten als er endlich wieder die Augen öffnete. Und auch das gelang ihm erst, als der PRA wieder ein paar Worte an ihn richtete. "Es sind weder Spuren von Magie noch der unsäglichen Zauberei, die die Gnemianer verwenden, an ihnen zu finden. Auch eine Verzauberung sehe ich nicht. Deswegen würde ich vorschlagen, wir gehen zum MRT über. Dazu würde ich sie bitten ganz still zu halten. Normalerweise würde ich sie dazu auf einer Liege fixieren, aber den Umständen geschuldet müssen wir wohl hoffen, dass ein MRT im Stehen ausreichen wird." Er warf Tiscio ein aufmunterndes Lächeln zu, wobei der Xpochler es mehr als das Grinsen eines Tigers beschrieben hätte, wenn er denn Tiger gekannt hätte. "Oh, Entschuldigung, ich vergaß, dass sie vermutlich nicht wissen, wovon ich spreche. Ich werde eine Magie Resonanz Tomographie durchführen. Das Ergebnis wird sie hoffentlich beeindrucken. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, war ich auf jeden Fall sehr beeindruckt. Ich wusste auf jeden Fall, dass ich den richtigen Beruf gewählt hatte. Meiner Meinung nach ist es der großartigste Zauber, den es gibt."
Tiscio hörte die Worte, konnte aber nicht reagieren. Das einzige, worauf er in diesem Augenblick reagieren konnte, war sein Mageninhalt, dessen Vorboten er in seinem Mund schmecken konnte.
Er schloss die Augen und ließ auch den nächsten Zauber über sich ergehen, bis er nach einer halben Ewigkeit die nächsten Worte des PTA hörte.
"Das ist interessant." Ein kurzes Zögern. "Ich glaube nicht, dass das dahin gehört."
Tiscio kniff noch einen Moment lang seine Augen zu, bis die Neugier in ihm zu groß wurde. Was er sah, sobald er sie öffnete und sich orientiert hatte, war er selbst. Ein Ebenbild, jedoch in Scheiben, übereinandergelegt, mit ein wenig Luft zwischen jeder Scheibe.
Eine hing in der Nähe des kleinen Fensters in der Tür und der PTA betrachtete sie genau, bevor er sie mit einer schwungvollen Bewegung wieder zurück in den Tisciostapel zurückschob und eine neue herauszog, indem er mit einer Pinzetten artigen Geste zweier Finger aus der Ferne danach griff.
Für einen Augenblick konnte Tiscio das Bild der Scheibe, die einen Querschnitt seines Schädels zeigte, noch ertragen, dann fiel er auf die Knie und übergab sich.

Natürlich waren Tiscios Freunde sofort wieder in Aufruhr und es dauerte nicht lange, bis eine Abteilung der Wächter erschien und den PTA vor den aufgebrachten Freunden rettete.
Was geschah ergab nur geringen Sinn für die Xpochler, aber nachdem viel geschrien und gestritten worden war, ging eine Nachricht hinaus und am Abend des nächsten Tags erschien ein weiterer Mann, der ihnen als Utravn vorgestellt wurde.
"Ein Schamane? Was wollen die jetzt mit einem Schamenen? Unsere Geister austreiben?"
"Wenn ich kurz unterbrechen dürfte?" meldete sich der PTA, der immer noch hinter zwei Wachen geschützt stand. "Nachdem ich das Ding in Herrn Canols Kopf entdeckt habe, und ich möchte darauf hinweisen, dass der Name 'Metalwurm' nicht von mir stammt; also, nachdem ich das Etwas entdeckt habe, habe ich auch die Operationsnarbe entdeckt - und ich muss sagen, was für eine ausgesprochen feine Narbe es ist und wie ausgesprochen gut sie verheilt ist. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie es so schnell verheilen konnte."
Nachdem er die Narbe hinter Tiscios Ohr entdeckt hatte, konnten sie sie auch bei den anderen finden, wobei der PTA die Suche Tiscio überlassen hatte, nachdem seine Gefährten sich mit Händen und Füßen gegen jeden anderen gewehrt hatten. Tiscio war zwar immer noch unwohl bei jeder Handlung, die in irgendeiner Art gegen den Metalwurm zu gehen schien. Zumindest war das die neuste Theorie, mit der sich niemand abfinden konnte. Das, was in ihren Köpfen war (oder von dem sie annahmen, dass es dort war - dass der PTA den Zauber nur einmal am Tag wirken konnte, war nur ein Grund, wieso sie es noch nicht genauer wussten) versuchte sie daran zu hindern, es zu entfernen, was immerhin die Aggressivität erklären würde, die die kleine Gruppe derzeit zur Schau stellte.
"Äh, wo war ich? Ach ja: Also das Etwas, ich kann es nicht mit meiner Magie entfernen. Für einen solchen Eingriff rufen wir für gewöhnlich einen Schamanen, dessen Geist, in den Körper hineingreifen kann, um etwas hinaus zu holen."
"Dessen Geist?"
"Hineingreifen?"
"Ah, ich verstehe, wie das schlimmer klingt als es tatsächlich ist. Ein Schamane verbindet sich mit der Geisterwelt, Tote und Genii Loci, soweit ich es verstehe. Und diese Körperlosen Wesen können in Körper hineingreifen und Sachen entfernen."
"Was für Toiletten?"
"Er meint Naturgeister."
"Das klingt nicht besser."
"Ich will nicht, dass mir wer in den Kopf fasst!"
"Es ist ein Skandal, dass wir, dass ich gezwungen werde, mich einer solcher Prozedur zu unterziehen."
"Haben wir eine Wahl?"
"Klar! Wir können es einfach nicht machen lassen, Tis."
"Aber was, wenn der Metalwurm wirklich was mit uns macht, was sind wir dann?"
"Xpochler in einem hügelstättischen Gefängnis?"
"Ich meine, im Kopf. Sind wir wirklich noch wir, oder ist das die Feste in unserem Kopf, und wir machen alles, was die von uns wollen?"
Mit dieser Überlegung ließ Tiscio seine Freunde allein, denn zwei Wächter und Utravn holten ihn zu seiner Operation ab.

"Werde ich etwas davon mitbekommen?"
"Es könnte schmerzen, ja. Sogar sehr."
"Können sie es so machen, dass es nicht schmerzt?"
Der PTA, der die Operation überwachen sollte, überlegte kurz. "Ich könnte sie schlafen legen."
"Das wär' Groß."
Der PTA zog die Augenbraue hoch, als wüsste er nicht genau, was Tis hatte sagen wollen, begriff aber anscheinend doch, was beabsichtigt gewesen war.
Daher durfte sich Tiscio auf eine Liege legen und war innerhalb weniger Augenblicke eingeschlafen.

Als er wieder aufwachte leuchtete ihm ein kleines Licht in der Hand des PTA in die Augen. Tis vermutete, dass es der PTA war, denn die Stimme, die ihm zuflüsterte, schien ihm zu gehören. Allerdings konnte er nichts sehen, was einerseits an dem Schlaf in seinen Augen und andererseits an dem Licht selbst lag.
"Gut, dass sie wieder bei sich sind. Wir haben uns schon Sorgen gemacht." Es waren leise, sanfte Worte, die nichtsdestotrotz Tiscios Herz auf Touren brachten.
"Erinnern sie sich noch daran, wie sie vom Pferd gefallen sind?" Die Worte hingen bedeutungsschwanger in der Luft, bis Tiscio endlich zu sprechen in der Lage war.
"Pferd? Ich erinnere mich nicht ..." brachte er noch heraus, bevor die beiden Männer in brüllendes Gelächter ausbrachen. Der Schamene gab sogar einen Fistbump in die Luft, wo vermutlich sein Geist stand.
"Entschuldigen sie", sagte er, während er sich eine Träne aus den Augen wischte, "wir konnten einfach nicht widerstehen.“ Er musste noch einmal lachen, bevor er hinzufügen konnte: „Die Operation war ein Erfolg." Er deutete auf eine Schale neben der Liege.

Und so bekamen alle fünf ihr Etwas aus dem Kopf operiert, obwohl das Wort im Rahmen dessen, was die Xpochler als Operation kannten, dem Vorgang nicht gerecht wurde.

Als sie letztendlich die fünf Würmer vor sich sahen, die weniger wie Würmer und viel mehr wie Metallbolzen aussahen und sich glücklicherweise nicht bewegen, stellte Gunnar die Frage, die sie sich schon die ganze Zeit über hätten stellen müssen.
"Was ist mit den SDL-Leuten?"
"SLD."
"Die auch."

Die Jungen aus der Feldstrasse