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Xpoch 1860

Die Brennerbande, Teil 83


Die Tür traf diesmal Malandro, als Gunnar herausgestürzt kam und gerade noch verhinderte, den anderen über die Beine und Schuhe zu Kotzen. Es dauerte eine Weile, bis er aufhören konnte, auch noch den letzten Rest seines Mageninhaltes auf die Straße zu entleeren. Nach dem ersten großen Ausbruch versammelten sich seine Freunde um ihn und er drückte eine ungefähre Beschreibung des Raumes, wie er ihn vorgefunden hatte, zwischen seinen Zähnen hervor. Nach den ersten Sätzen rannte Malandro los, um weitere Bertis zu finden. Er überlegte gar nicht erst, dass sie nun zum zweiten Mal an diesem Abend freiwillig auf einen Wächter zugingen, zu ungeheuerlich war Gunnars Bericht. Sie hatten zwar die Schrecken im Keller des Kinderschlitzers gesehen, trotzdem waren sie nicht immun gegen die Schrecken grausamer Morde.

Als er mit zwei sehr misstrauischen Hafenwächtern zurückkam, standen Walmo und Tiscio neben ihren Freunden. Gunnar hatte sich an die Wand gelegt und sah sehr blass aus, gab aber den beiden Wächtern, die Malandro fest an der Schulter packten, bereitwillig Auskunft.
"Sie sind aber schon weg", unterbrach Walter ihn und zeigte in Richtung der Gerberreihen.
"Ich glaub', sie sind an uns vorbeigekommen", sagte Tiscio, während er den Schnüffler so unauffällig wie möglich gegen die Wand lehnte und sich davor stellte.
"Ihr seid euch sicher?"
"Ja, Herr."
"Wir werden uns das mal ansehen, wartet hier." Sie gingen und hinterließen in Walter und Gunnar ein ungutes Gefühl, da der erste Wächter nach ganz ähnlichen Worten den Hai betraten hatte.
Als die Feldstraßler wieder allein vor der Tür standen begannen sie erneut untereinander zu diskutieren:
"Was machen wir jetzt?"
"Du hast doch den Schnüffler geholt."
"Was is' mit Unterschnitt? Warum is' er nich' gekommen."
"Geht ihm nich' gut. Soldrang hat uns abgewimmelt."
"Grabenschleim!"
"Und was machen wir jetzt?" Gunnar hatte sich inzwischen von der Wand abgedrückt und beteiligte sich, schwankend und blass wie er war, wieder an den Gesprächen.
"Hab keine Lust, mich mit den Mördern einzulassen."
"Aber irgendwer muss ihn verfolgen."
"Die Metrowacht?"
"Ohne Unterschnitt finden die doch sowieso nichts."
"Pss, sie kommen raus."
Einer der Wächter erschien vor der Tür und griff zu seiner Pfeife. Der Ton den sie von sich gab, war schrill und sehr unangenehm. Er bohrte sich in die Knochen, wo er zu brummen schien. Diesen Ton kannten sie noch nicht, denn der wohlvertraute Klang der Metrowachtpfeifen, den sie so oft hinter sich gehört hatten, war etwas tiefer.
Der Wächter wandte sich den Feldstraßlern zu: "Ihr sagtet, ihr hättet die Täter gesehen?"
Für alles gab es eine Grenze, und freiwillig auf diese Frage zu antworten, wäre nur Gunnar eingefallen. Das war wohl auch der Grund, weswegen er sich schließlich zu Wort meldete, als der Wächter auf ihr Schweigen hin erneut Frage: "Hat nun einer von euch etwas gesehen?"
"Ja, sie kamen raus, Herr Wachtmeister."
"Hast du jemanden erkannt?"
"Sie waren zu schnell vorbei. Nur von der Seite." Und dann fügte er schnell hinzu: "aber Malandro hat sie an dem Tisch gesehen." Er nickte in Malandros Richtung und erntete dafür von seinem Freund ein grimmiges Kopfschütteln.
Der Wächter folgte Gunnars Blick und sah Malandro ernst an. "Du hast sie also auch gesehen?"
Malandro sah sich gezwungen, der Frage mit einem Nicken zu antworten. "Würdest du sie wiedererkennen?"
Er blickte zu den anderen hinüber, die ihm aufmunternd zunickten. Also nickte auch er.
"Kannst du ihn beschreiben? Einem Zeichner?"
"Ja."
"Dann komm mit zur Wache." Der Hafenwächter fasste Malandro an der Schulter und stieß die Tür auf: "Ich bringe einen Zeugen zur Wache." Die Antwort von drinnen konnten die Feldstraßler nicht hören, schien jedoch dem Wächter zu genügen. Daraufhin zerrte er Malandro nicht besonders Sanft in Richtung des Brandes. Dann stockte er. "Ich werde dich der Metrowacht übergeben." Erst da bemerkten die Feldstraßler, dass das Feuer auf das Nebengebäude übergesprungen war. Ein großes Schild über diesem ließ sich im Feuerschein gut lesen. In schwarzen Buchstaben auf rotflackerndem Hintergrund stand dort das Wort "Hafenwacht".

"Was machen wir jetzt?"
"Oh, Gunnar! Langsam geht das auf den Griffel."
"Ich weiß, was wir tun."
"Tiscio?"
"Guck nich' so, als hät' ich nie Ideen?"
"Was auch immer."
"Nun sag schon, was?"
"Na, wir schnüffeln." Er hielt den Schnüffler hoch.
"Und wo'ran?"
"Irgendwas in dem Raum."
"Die Mütze", stieß Gunnar hervor und wurde wieder bleich.
"Die Mütze?"
Gunnar nickte.
"Sie lag noch da. Fiel mir einfach auf. Dachte noch, dass sie kaum auffiel ... zwischen ..."
"Schon gut Gunnar."
"Aber wie kommen wir da ran. Da is'n Wächter drin?"
Sie überlegten, bis sie die gerufenen Hafenbertis heranrennen sehen konnten. Damit blieb ihnen keine Zeit mehr und sie stürmten in den Hai hinein. Sie ignorierten den Barmann, der sehr nervös an der Wand hinter seinem Tresen lehnte. Wie ein Wirbelwind, oder vielmehr wie ein Schwall stinkenden Hafenwassers, rauschten sie in den hinteren Raum, wo der Wächter sie einen Augenblick lang erstaunt ansah. Auch die Feldstraßler mussten sich einen Moment lang sammeln. Als der Mann vor ihnen jedoch zu brüllen begann, gaben sie sich einen Ruck und brüllten zurück. Tiscio streckte den Schnüffler nach der Mütze aus und schaltete ihn an. Die Ablenkung durch die anderen konnte nicht lange vorhalten, reichte aber, bis Tiscio die erste Kammer gefüllt hatte. Für eine zweite reichte es jedoch nicht mehr, da in diesem Moment drei weitere Wächter in der Bar eintrafen, wodurch das Gebrüll für ein paar Sekunden noch mehr zunahm.
Überraschenderweise war es der erste Wächter, der die Situation entschärfte, da er die Feldstraßler endlich erkannte. So wurden sie nur vor die Tür geführt und laufen gelassen, nachdem sie bestätigt hatten, dass Malandro bereits als Zeuge mit ihrem Kollegen mitgegangen war.

Die Kinder aus der Feldstrasse, 04