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Xpoch 1860

Die Brennerbande, Teil 80


Sie saßen um den Küchentisch herum und pflegten ihre Wunden. Die Haushälterin war nicht erbaut über den Schmutz, den Schweiß und das Blut in ihrem Reich. Trotzdem erhitzte sie einen Topf mit Wasser, damit sie die Wunden reinigen konnten. Auch Tiscios Mutter war aus ihrem Zimmer herunter gekommen und hatte damit begonnen Malandros Brust zu versorgen, während Soldrang sich um seinen Herrn kümmerte. Walmo war als erster versorgt worden, während Walter sich ohne Hilfe erholte, auch wenn ihm der Kopf brummte und schlucken noch schwer fiel.
Herr Unterschnitt wartete, bis sich das Gebrabbel und Gestöhne nach dem Kampf etwas gelegt hatte. Erst dann ergriff er das Wort, während er seine linke Gesichtshälfte mit einem Leinentuch bedeckte, welches sich schnell mit Blut vollsog.
"Ich danke euch, dass ihr mir zur Hilfe gekommen seid. Das hätte tatsächlich unangenehm werden können." Er lächelte schief und bereute es offensichtlich sofort, weil sich der sichtbare Teil seines Gesichts im Schmerz verzerrte.
"Herr Unterschnitt, wer war das?" Malandro biss bei der Frage die Zähne zusammen. Er fasste sich an die Brust, wo die zwei Schnitte in den frischen Verband bluteten. Sein zerschnittenes Hemd machte ihm allerdings derzeit mehr sorgen, denn seine Mutter würde es ihm vermutlich nicht nähen.
"Marodeure, Malandro, die Ingener." Er schwieg einen Augenblick, setzte aber wieder an, als Gunnar die nächste Frage stellen wollte. "Ich bin derzeit nicht sicher, warum sie mich angegriffen haben, aber es steht zu vermuten, dass es im Zusammenhang mit den Anschlägen steht."
"Und wer ..." schaffte Gunnar gerade noch zu sagen, bis Herr Unterschnitt ihm erneut zuvorkam.
"... waren unsere Retter? Könnt ihr es nicht erraten."
"Ritter", stieß Tiscio hervor.
"Aber warum waren sie da, Herr Unterschnitt" Endlich brachte Gunnar eine Frage zu ende.
"Ich habe eine Abmachung mit ihnen getroffen."
"Und was ist mit Herrn Kargerheim, Herr Unterschnitt? Wo ist er?"
"Die Ritter halten ihn noch gefangen. Ich musste gewisse Konzessionen machen. Das bedeutet, dass ich ihnen Zugeständnisse machen musste," fügte er hinzu, als er die fragenden Blicke sah.
Die Feldstraßler mussten sich das Gesagte durch den Kopf gehen lassen. Schließlich war es Walter, der vorsichtig fragte: "Herr Kargerheim ist noch bei den Rittern, damit sie von den Rittern beschützt werden?"
"Das ist eine grobe Vereinfachung, aber im Endeffekt könnte man es so ausdrücken."
Wieder schwiegen die Jungs eine Weile. Auf ihren Gesichtern wandelte sich jedoch bereits das Unverständnis in Wut. Deswegen nahm Unterschnitt seinen Faden wieder auf. "Ich kann euch nicht alles erzählen. Es gibt jetzt wichtigeres." Tiscio stand auf und machte Anstalten, etwas zu sagen, Unterschnitt hob jedoch die Hand: "Ich war auf dem Weg zum Hafen. Dort hoffte ich einen Informanten zu treffen, der mir einiges zum Schiffsverkehr der letzten Monate sagen könnte."
Seine Worte schienen keine Wirkung auf die Feldstraßler zu haben.
"Ich fürchte, dass mir diese Wunde leider meinen Plan vereitelt. Ich fühle mich ein wenig benommen." Er reichte seinen Lappen an Soldrang weiter, der ihm sofort einen neuen reichte. Das Blut floss immer noch ungebremst aus der Wunde. "Ich nehme an, dass es besser für mich wäre, einen Arzt kommen zu lassen. Soldang, wären sie so gut, Doktor Remshel zu holen?"
"Ich mache mich sofort auf den Weg, Herr Unterschnitt." Der Buttler reichte seinem Herrn noch einmal einen Lappen und machte sich auf den Weg.
"Noch einmal zu euch, meine lieben Gäste. Ihr ward Herrn Kargerheim und mir bereits eine große Hilfe. Wenn ihr eure unnötige Wut über etwas, zu dem ich euch nichts mehr sagen kann, überwunden habt, dann hätte ich eine Aufgabe für euch."
Diese kurze Ansprache hatte sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Feldstraßler. Tiscio steckte seine geballten Fäuste in die Tasche, Walter stand auf und wendete sich ab. Walmo kuckte zu seinem Bruder hoch und beobachtete ihn. Malandro und Gunnar spitzten jedoch neugierig die Ohren, auch wenn sie die Sachen, die Unterschnitt zuvor gesagt hatte, noch nicht vergessen hatten.
"Ihr müsst an meiner statt zu Kapitän Derich gehen." Unterschnitt lächelte in die Runde.
"Wie kommen sie darauf, dass ...", begann Tiscio, Malandro griff ihn jedoch hastig am Arm, so dass er verstummte. Die Freunde blickten sich an, dann sah Malandro zu Gunnar hinüber und zuletzt zu Walter, der immer noch dem Tisch den Rücken zuwandte. Gunnar nickte ihm zu und übernahm auch das Antworten, besser als es die anderen getan hätten: "Wo finden wir ihn und woher wird weiß er, dass wir von ihnen kommen?"
"Er hat ein Schiff im Hafen, die Herta. Und was eure Identifikation angeht," ein weitere Mal sah er das Unverständnis in den Gesichtern der Feldstraßler, "das heißt, dass er erkennen kann, dass ich euch schicke," fügter er deshalb mit einem Augendrehen hinzu, "werde ich euch ein Schreiben mitgeben."
Er schloss die Augen und schüttelte sehr vorsichtig den Kopf. "In Abwesenheit meines guten Soldrangs, muss ich leider einen von euch bitten, mir Papier und Feder zu bringen."

Fässchen und Feder waren zwar inzwischen veraltet und der Mann von Welt verwendete einen Füllfederhalter, Unterschnitt bevorzugte jedoch noch die Tinte zum Tunken. Tatsächlich kaufte er noch Gänsekiele und schnitt sie sich selbst zurecht. Gunnar hatte die Utensilien aus dem Zimmer geholt, nachdem er an die Tür geklopft, sie vorsichtig und leise geöffnet hatte und hineingeschlichen war. Er wusste, dass er einfach hätte hineingehen können, es hätte sich jedoch falsch angefühlt. Als er wieder aus dem Zimmer herausgekommen war, wäre er vor Erleichterung beinahe die Treppe hinuntergestolpert.

Sie sahen Unterschnitt zu, wie er das Schreiben aufsetzte. Malandro stand auf, stützte sich aber erst einmal auf Tiscio, als ihm ein wenig verschwommen vor den Augen wurde. Deswegen war er etwas erschrocken, als er plötzlich Waldes Stimme vom Kücheneingang hörte. Sie musste von Gunnars Gepolter wach geworden sein. So wie sie aussah, schien sie jedoch ebenfalls nicht richtig wach zu sein.
"Wenn es so weit ist, guckt im Ohr des Fisches nach der roten Mütze." Sie rieb sich die Augen, hob ihre kleine Hand, um den Anwesenden zu winken und tapste wieder die Treppe hinauf. Sie ließ einen Raum mit fassungslosen Menschen hinter sich.

Die Kinder aus der Feldstrasse, 04