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Xpoch 1860

Die Brennerbande, Teil 79


Der Tag wurde nicht besser, je später es wurde. Um neun erreichten sie endlich wieder die Konditorgasse. Gerade als sie den Hausflur betraten, kam Herr Unterschnitt aus seinem Zimmer.
"Da seid ihr ja wieder. Fein." Er ließ sich von Soldrang in seinen Mantel helfen. "Ich hoffe, ihr hattet einen guten Tag." Seinen Hut nahm er selbst von der Ablage und setzte ihn sich auf.
"Herr Unterschnitt." Malandro stellte sich ihrem Gastgeber in den Weg. "Können sie uns sagen, was mit Herrn Kargerheim is'."
"Nicht jetzt Malandro. Ich muss los." Damit drängte er den jungen Mann sanft aber bestimmt zur Seite und verließ das Haus.

"Groß! Was haben wir heute geschafft?"
"Ruhig, Tiscio." Gunnar hielt Tiscio gerade noch davon ab, gegen die Wand zu treten.
"Wollen die jungen Herren vielleicht noch ein Nachtmahl zu sich nehmen?"
"Ehrlich?" Walmo, der die letzte Stunde nur noch hinter den anderen her geschlappt war, fand plötzlich neue Kraft und wollte gerade damit beginnen, seine Schuhe auszuziehen, als von draußen Schreie zu hören waren.
Malandro war als erster an der Tür, riss sie auf und blickte hinaus. In der Feldstraße hätte jeder ihn für verrückt erklärt, dass er abends nach der Ursache von Geschrei kucken wollte. Zu oft konnte man die Schlägereien und Überfälle hören. Aber hier war es ein ungewohntes Geräusch.
"Herr Unterschnitt wird angegriffen," rief er seinen Freunden zu und stürzte hinaus. Walter und Walmo waren die nächsten, aus der Tür, gefolgt von Gunnar, der sich, anders als Malandro, bereits den Ambarisierungshandschuh abgestreift hatte und nun hecktisch versuchte, ihn wieder anzuziehen. Als letzter kam Tiscio, der noch beobachtet hatte, wie Soldrang in die Küche hinuntergerannt war.
Draußen konnten sie am Ende der Konditorgasse den Magier sehen, der sich gegen sechs Männer verteidigte. Zuerst begriffen die Feldstraßler nicht, wie es ihm gelang, die Angreifer davon abzuhalten, ihn zu umringen. Als sie jedoch näher kamen, konnten sie sehen, wie er seine Hände hin und her schwang, so dass sie immer wieder vor den Messern seiner Gegner auftauchten, wo die Schnitte und Stiche einen halben Meter von ihm entfernt blaue Funken in der Luft sprühten, aber nicht zu ihm vordrangen. Dabei wich er langsam zurück. Es war Glück und Geschick, aber niemand konnte so vielen Gegnern für längere Zeit widerstehen. Gerade, als Malandro Herrn Unterschnitt erreichte, schlüpfte ein Kerl mit Schlägermütze und einem glänzenden Klappmesser an ihm vorbei. Anstatt dem Detektiv jedoch in die Seite zu fallen, sah er sich plötzlich einem entschlossenen Jugendlichen mit einem seltsamen Handschuh gegenüber.
Hätte er nicht von einem seiner Kammeraden die Geschichte gehört, wie ihn ein Junge angefasst und sein ganzer Körper zu zucken begonnen hatte, er hätte die vorgestreckte Hand wohl für den missglückten Versuch eines ungewöhnlichen Boxstils gehalten. So war er vorsichtiger und wich der Hand aus, als er Malandro mit dem Messer über die Brust strich.
Walter kam zu Unterschnitts rechten und versperrte hier einem weiteren Schläger den Weg, bis auch Walmo eintraf und sie den Gegner gemeinsam angehen konnten. Der Angreifer machte einen schnellen Ausfallschritt, hieb mit seinem Messer nach Walmo, der sich unter ihm hinwegduckte, und schlug mit der anderen Hand nach Walter. Es war ein glücklicher Treffer, der den Feldstraßler betäubt zu Boden schickte. Walmo wäre beinahe in den nächsten Hieb hineingelaufen, konnte ihn aber mit seinem Arm abwehren oder vielmehr auffangen. Er hielt seine Hand über die Wunde und sackte zusammen. Der Messerstecher hätte sich beinahe auf Unterschnitt geworfen, wenn Gunnar nicht erschienen wäre und ihn schnell mit dem Handschuh berührt hätte. Der Mann ging zu Boden und warf sein Messer mit seinem ersten Zucken in Richtung der Hauswand.
Unterschnitt hatte inzwischen in einem Moment, in dem die Angreifer vor seiner Abwehr zurückwichen waren, sein Stockschwert gezückt, und hieb damit durchaus geschickt nach den drei Männern, die ihre Attacken wieder aufnahmen.
Tiscio erschien als letzter. Er hatte sich immer wieder umgeschaut, in der Hoffnung, dass auch Soldrang zu ihnen stoßen würde. Er kam gerade rechtzeitig, um über Unterschnitt zu springen, den nach einem Messerstich die Ohnmacht übermannt hatte, und rammte dem Gegner beide Fäuste gegen die Brust. Der Schläger ließ seine Waffe fallen, taumelte ein paar Schritte zurück und sackte zusammen.
Tiscio sah sich schnell nach seinen Freunden um und konnte gerade noch sehen, wie sich Malandro in das Messer seines Gegners hineindrehte ihn endlich mit seinem Handschuh erreichte. Allerdings wurde er selbst getroffen und fiel neben seinem Gegner auf die Straße. Blieben noch er selbst und Gunnar gegen drei erwachsene Männer, bewaffnete mit Messern. So sicher sich Tiscio war, dass er es wohl mit einem von ihnen aufnehmen konnte, so sicher war er, dass er nur mit großem Glück gegen zwei bestehen können würde. Und Gunnar war kein zuverlässiger Kamfpgefährte. Er schwang seine Hand mit dem Handschuh immer wieder den einzelnen Gegnern entgegen, weniger, als würde er sie treffen wollen und mehr, als wollte er sich sofort zurückziehen, sobald ihm jemand zu nahe kommen würde.
Während sich die beiden Gruppen gegenüber standen, schien die Zeit für einen Moment still zu stehen. Tiscio fühlte wie sich eine Ruhe ausbreitete, die nicht zu seiner Atemlosigkeit und der Bedrohung vor ihm passen wollte. Er hätte geschworen, dass es dem Mann, dem er in die Augen blickte, genau so ging. Bevor einer von ihnen diese Ruhe stören konnte, hörten sie ein Klicken. Sie blickten in die Richtung, des Geräuschs und folgten mit ihren Augen dem Schlittern, während der Gegenstand über die Straße rutschte. Tiscio konnte nicht erkennen, um was es sich handelte, bis ein zweiter seinen Gegenüber in die Schulter traf.
Dann schossen noch mehr in die Straße hinunter und er erkannte die Federn, den Schafft und die Metallspitzen, die er vor nicht allzu langer Zeit in den Armbrüsten der Ritter gesehen hatte. Bevor die zwei anderen Angreifer noch erfasst hatten, was geschah, wurde einer von ihnen bereits von drei weiteren Bolzen niedergestreckt. Der Letzte versuchte zu fliehen, aber Tiscio und Gunnar achteten nicht mehr auf ihn oder die anderen, die ebenfalls versuchten, aus der Schusslinie zu kommen. Die beiden waren sich seltsamerweise sofort sicher, dass sie nicht gefährdet waren, dass keiner der Bolzen ihnen gelten würde. Darum kümmerten sie sich nicht mehr um ihre Gegner, sondern halfen ihren Freunden auf und zurück ins Haus. Glücklicherweise konnte Soldrang ihnen mit Herrn Unterschnitt helfen.

Die Kinder aus der Feldstrasse, 04