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Xpoch 1860

Die Brennerbande, Teil 30


Draußen mußten sie tatsächlich nicht lange warten. Herr Kargerheim erschien, ohne seinen Dampfarm, gekleidet in etwas, dass man als schlechte Arbeiterkleidung betrachten konnte. Vermutlich erschienen sie ihm eher Fetzen zu sein. Der Überschüssige Ärmel endete in einem Knoten, so dass er nicht herumflatterte, die Schuhe waren Abgetragen, der Stoff fadenscheinig. Sogar die Schiebermütze, die die verschmierten Haare aus dem nun dreckigen Gesicht hielt, wirkte, als wäre eine Schienenbahn mehrmals darüber gefahren. Hätten sie nicht auf ihn gewartet, sie hätten ihn für einen Ingener gehalten. Nur sein Gang, dieses selbstbewußte, aufrechte, das Skimir schon beim ersten Mal aufgefallen war und durch das man den Berti in ihm erkennen konnte, hatte er nicht abgelegt.

"Gut. Dann werden wir uns jetzt mal aufmachen. Ein Stückchen werden wir die Schienen nehmen. Aber den Rest müssen wir zu Fuß gehen." Auch seine Stimme hatte noch den Klang eines Mannes, der es gewohnt war, dass niemand seine Authorität anzweifelte. Selbst den Feldstraßlern war klar, dass er sich so niemals den Ingenern als einer der ihren verkaufen konnte.

Während sie sich jedoch der Schiene näherten, wurden Kargerheims Schritte schleppender, sein Rücken runder und er zündete sich eine billige, stinkende Pfeife an, die er auch beim Sprechen nicht mehr aus dem Mund nahm. Und als sie die Schiene betraten wurden sie bereits mit Abscheu betrachtet.

Die Jungs grinsten sich an.

Sie verließen die Schienen an dem Hochhalt Werkmannstor, dem letzten der Gerbereihen, oder, je nachdem, auf welcher Seite man den Bahnsteig verließ, dem ersten des Ingenfeldes.

"So, Jungs, dann lümmelt nich zu sehr um euren gut'n Oheim rum. Ich geh' dann zur Trinkhalle. Und ihr, ihr macht es euch auf dem Platz gemütlich. Geht mir bloß nicht auf den Zwirn." Mit diesen Worten ging Kargerheim ein paar Schritte vor. Sie hatten ihr Vorgehen auf dem Weg bereits besprochen und der ehemalige Berti hatte mit seinen letzten Worten alles noch einmal zusammengefaßt. Er würde einen Trinken gehen und sie würden die ganze Fußarbeit machen, den Platz und die von ihm abgehenden Straßen abklappern und sich mit den Ingener Banden herumschlagen. Für die Feldstraßler war das in Ordnung.

Bis sie auf Platz ankamen. Das Ingenfeld war früh aus den Slums der Stadt entstanden, als die ersten Fabriken gebaut worden waren. Die Fabrikanten hatten schon damals kein Interesse an großen Ausgaben gehabt. Entsprechend sahen die mehrstöckigen Häuser aus, denen man die Jahre zusätzlich auch deutlich anmerkte. Die Neustadt war häßlich, zugegeben, das Ingenfeld jedoch waren Ruinen. Aber selbst die Ingenfeldler blickten noch auf die aus dem Sumpf herunter und die Feldstraßler waren dankbar dafür, dass sie an diesem Abend, in dieser Nacht nicht dort sein mußten..

Dennoch hatte der Platz, auf den sie gelangten, der einst als Marktplatz angelegt worden war und gelegentlich noch als solcher fungierte, seinen ganz speziellen schrecken. Die Feldstraßler waren es gewöhnt, durch schmutz zu stapfen. Auch Scheiße und Pisse, unschöne Worte für unschöne Dinge, für die die Feldstraßler keine anderen kannten, klebten öfter an ihren Füßen, als ihnen lieb sein konnte. Aber hier hatte die Kanalisation aufgegeben. Hier war das grobe Pflaster, dass an einigen Bordsteinen und Gullis matt zu erkennen war, teilweise so dick bedeckt, dass nicht nur der weiße, faserige Pilz darauf wuchs, sondern auch dort, wo ihn die Füße nicht zertraten, große Pilzköpfe ihr eigenes Muster bildeten. Nur ein Wahnsinniger wäre auf die Idee gekommen, einen von ihnen zu essen. Es hielten sich aber Gerüchte, dass einige der unbekömmlicheren Drogen, die von den Banden vertrieben wurden, ihren Ursprung hier in den Pilzen der Straßen hatten.

Davon konnten die Jungs und ihr einarmiger Führer jedoch nichts erkennen, denn die wenigen Gaslampen, die im Ingenfeld errichtet worden war, hatten meist die ersten Stunden nicht überlebt. Metall brachte einen hübschen Preis und selbst wenn nur die einfachsten Modelle hier aufgestellt worden waren, so hatten sie doch nahezu ausschließlich aus Metall bestanden. Es hatte einige Gasvergiftungen gegeben, vielleicht waren auch ein paar Menschen gestorben. Es hieß sogar, dass es ein an oder zwei Stellen zu Explosionen und Bränden gekommen wäre, aber wen interessierten schon Unfälle und Tote im Ingenfeld. Arbeitsvolk ließ sich ersetzen und der Rat der Stadt hatte dieses Viertel und seinen dreckigeren Bruder längst aufgegeben.

Deshalb kam das einzige Licht auf diesem Platz nun von den Trinkhallen, die von ihren Stammkunden inbrünstig gegen Raub und Zerstörung verteidigt wurden, und aus einigen Fenstern der anliegenden Häuser. Dies bedeutete, dass man das Gesindel, welches sich hier herumtrieb, nicht sehen konnte, die Schatten aber auf dem ganzen Platz schlichen, verschwanden und wieder auftauchten.

Die Kinder aus der Feldstrasse, 02